Wenn das Leben rückwärts läuft…

 

Hallo Ihr Lieben,

Herbstzeit bringt die Natur dazu sich langsam zu verabschieden. Es ist noch genug Zeit um einzukochen und die letzten Früchte des Sommers einzuholen. Dafür habe ich mir für Euch ein leckeres Kürbisrezept für Kürbispuffer von meiner Freundin schicken lassen.

Eigentlich wollte ich über den wunderschönen Herbst mit all seinen Farben und seiner wärme berichten. Der Beitrag sollte am Sonntag online gehen, wie jede Woche, doch – ……..

Das Leben ist das Leben, und während ich hier in der Sonne sitze, den Nachbarkindern beim Spielen im Garten zuhöre, mein Hund an meiner Seite die letzten wärmenden Strahlen genießt, ist nicht immer alles so Idyllisch wie es scheint.

Das Leben passiert leider nicht nacheinander, hat meine Mama mir gestern gesagt.

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Manchmal passiert einfach alles gleichzeitig und das Leben scheint uns zu überrollen. Sei es eine schwierige Umstellungsphase in der Schule, ein neuer Arbeitsplatz, oder der Verlust einer nahe stehenden Person.  Ab und zu passiert es, dass uns die Emotionswelle ins Strudeln bringt.

Als Mutter von zwei Kindern, die beide nun in der Schule sind und beide meine Unterstützung brauchen, ist oft der Spagat zwischen MEINEN Verpflichtungen mit zwei Berufen plus Ausbildung, den Verpflichtungen der Kinder mit all den Dingen die sie brauchen eine Herausforderung, wenn dann auch noch zusätzlich das Leben in all seiner Ungeplantheit daher kommt.

Gerade in so Hoch-Zeiten, denke ich mir: „Heute noch Kochen?“ und der Gedanke schleicht sich an, doch einfach über die extrem leicht gestaltete Lieferservice-App zu bestellen. Schließlich ist es ja praktisch. Man muss NICHT einmal mehr mit jemandem Sprechen und dem chinesischen Lieferdienst am Telefon erklären, was man in seinen gebratenen Reis nicht will. Einfach schriftlich, abschicken, per PayPal bezahlen, warten, essen.

Ja, wie praktisch.

Aber ist es auch wertvoll? Ist es für dich, für die Kinder und die Partnerschaft gut, wenn man sich nur von der Arbeitsstelle, nach Hause und vielleicht zu den Hobbies der Kinder bewegt und dann keinen Meter mehr weiter?

Wir sind in einer Zeit angekommen, wo zwar über weite Entfernungen noch nie so gut Verbindungen gehalten werden konnten, schließlich gaukeln die Bilder der Freunde auf Facebook, Instagram oder WhatsApp einem vor, man wäre „dabei“ gewesen, man wüsste über diese Person Bescheid, aber tatsächlich ist es ein berieseln lassen – wie vor dem Fernseher. Man lebt mit den Hauptfiguren mit, aber es berührt uns nicht emotional. Nur so weit, wie wir es eben wollen. Kontrolliert.

Meine Tochter ist inmitten einer Generation, die sich, statt zu treffen (sei es für eine Stunde) lieber auf dem PC trifft um dort ein Spiel gemeinsam zu spielen. Verbunden über Skype. Ich habe mir das einige Tage angeschaut.  Muss aber sagen, dass ich es insofern abgestellt habe. Sie kann es so mit Freunden, die etwas weiter weg wohnen handhaben, wo es mir und deren Eltern nicht so einfach möglich ist, sie unter der Woche zusammen zu bringen. Freunde, die in der unmittelbaren Nähe wohnen, sind jedoch zu besuchen.

Lasst uns dagegen steuern.

Regenbogenherz

Natürlich ist es in unserer Gesellschaft nicht mehr weg zu denken. Hat jemand kein WhatsApp, ist er fast gesellschaftsunfähig, da er nicht einmal in Gruppen hinzu gefügt werden kann. Gruppen, in denen man sich aussuchen kann, ob man nur „mit liest“ oder aktiv daran Teil nimmt. Immer Sorge etwas zu verpassen, irgendwelche Informationen nicht zu erhalten, irgendwo ausgeschlossen zu sein, oder sich angegriffen fühlt aufgrund Aussagen, die oft gar nicht so gemeint waren. Dabei ist eine Gruppe nichts anderes als ein Mittel zum Zweck. Irgendjemand erspart sich bei der Informationsflut, sich direkt mit einer Person zusammen zu reden/telefonieren/schreiben. Die Frage nach „Wie geht es dir“ wird geschrieben, statt zu reden, in der Sorge, die Wahrheit zu erfahren. Die Emotion auf der anderen Seite nicht kontrollieren zu können. Selbst damit überfordert zu sein.

Was tun wir?

WIR gehen AUS. Wir alle zusammen. Will „Mama“ nicht kochen, packen wir uns zusammen und gehen. Wir lassen uns von der guten Laune der Gasthäuser anstecken, oder sind umso freundlicher, wenn uns die Kellnerin schon sehr abgearbeitet und müde vorkommt. Manchmal rufen wir noch Freunde dazu oder schließen uns bei meinen Eltern an, die Erfinder des „Wochenteilers“.. , manchmal sind wir nur zu viert.

Will einer nicht, wird der Mama geholfen. Sei es beim Tisch decken, beim klein hacheln der Zutaten oder beim umrühren. Manchmal lassen wir uns gemeinsam ein Essen einfallen, manchmal gebe ich die Zutaten vor. Da ich lauter sehr schnelle und gesunde Gerichte in meinem Repertoire habe, gehen die Gerichte sehr schnell. Außerdem hat der Mann im Haus auch manchmal die Küchenschürze statt der „Hose“ an und verwöhnt uns mit seinem Grillhenderl, den leckeren Maroni im Herbst oder grillt uns – auf den Punkt – das Fleisch im Sommer.

Manchmal läuft das Leben rückwärts.

 

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Gerade in diesen Zeiten, brauchen wir gute Nährstoffe. Der Stress, die Sorgen, die Trauer, die Ängste, der Schlafmangel, sind allesamt Vitamin- und Mineralstoffkiller. Bei Kindern ist es umso wichtiger, darauf zu achten, dass die ausgewogene Versorgung aufrecht bleibt. Sie sind noch im Wachstum und benötigen mehr tägliche gute Stoffe um diese immer stetig neuen Inputs zu verarbeiten. Die tägliche Leistung, zu bringen, die von der Schule und den Hobbies erwartet wird. Gerade Kinder sind noch viel feiner und viel unbelastbarer als Erwachsene. Sie nehmen auf, ohne zu filtern. Umso wichtiger ist es, hier die Versorgung auf allen Ebenen zu Gewährleisten.

Ja, manchmal läuft das Leben eben rückwärts. Das Leben ist eben leben mit all seinen Facetten und es passieren Ereignisse nicht nacheinander und oft auch nicht immer, wenn wir die Zeit und die notwendige Belastungskapazität erreicht haben.

 

Achte auf dich.

 

 

Alles Liebe,

NiNa

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5 Kommentare

  1. Hallo Nina
    Ja wir steuern einer Zeit entgegen, in der wir uns als Menschen verlieren werden und Werte anhimmeln, die uns nicht helfen sondern blockieren und weniger menschlich sein lassen. Doch ich glaube, gerade meine Generation will den Kindern noch die alten Werte vermitteln. Ich bin bzw war in der Erziehung meiner Tochter (wird 18) sehr konservativ für die heutigen Verhältnisse und für mich sind Regeln, Traditionen und Rituale wichtiger als alles andere. Viele Freunde und Bekannte sagen immer, ich sei eine sehr strenge Mama. Wurde ich ja mit 18 schon diese. Doch was viele heute sagen, weil sie erst jetzt Kinder bekommen, ich möchte gerne, dass mein Kind genauso ist wie deines. Von nichts kommt aber nichts. Man kann ihnen kaum den Umgang mit den neuen Medien verbieten, jedoch sollte man aufklären und das es sich hier nicht um einen reale Welt handelt, in der alles so ist, wie alle vorgeben. Ein schöner Artikel
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Liebe Tanja,
      vielen Dank für dein sehr wertvollen Gedanken dazu. Auch meine Mama und ich sind gerade einmal 18 Jahre auseinander. Wir haben immer gemeinsam (auch bei mir kamen Medien auf, die es in ihrer Kindheit noch nicht gab) versucht einen Weg zu finden um ein gesundes Mittelmaß zu finden. Ich finde das sehr wichtig, auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist 😉 Ein Leben ausgewogen zu leben, ist eben in jedem Bereich sehr wichtig.
      Alles Liebe, NiNa

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