Kinder, Teenager und gesundes Essen? – geht gar nicht! Oder?

Hallo ihr Lieben,

Kindern und Teenagern gesundes Essen näher zu bringen, ist manchmal genauso schwierig wie zwei Plus-Pole zueinander zu führen. Genauso wie es sich sehr schwierig darstellt, die Kinder dazu zu bringen, ihre Schmutzwäsche nicht ineinander verstrickt in die Wäschebox zu schmeißen (insofern die Schmutzwäsche überhaupt so weit kommt) ODER die Bananenschale in den Mistkübel zu werfen. Gleiches gilt auch für das schließen und zurück räumen von Schokocreme und das entsorgen von Nasch-Verpackungen.

Ja – meine Kinder naschen auch, bekommen unterwegs auch mal einen Eistee und knabbern Chips. Und JA ich weiß, was darin enthalten ist.

Phu endlich – jetzt ist es raus.

Es braucht aber heute REGELN. Zu Großeltern´s Zeiten gab es das ja in der Form noch nicht so billig und überall zu bekommen. Ab und zu, wenn man am Sonntag nach der Kirche zum Wirten ging, gab es Bier und Wein für die Erwachsenen und ein Himbeerkracherl oder Cola für die Kinder (eventuell bei manchen umgekehrt, aber he – ich bin hier nicht um zu Verurteilen 😉 ) Unter der Woche hat Mama frisch gekocht und pünktlich wenn der Papa heim kam, stand das Essen auf dem Tisch (oder so ähnlich). Allerdings mussten die Beiden auch mit einem Gehalt auskommen. Hatten trotzdem ein Haus und oft mehrere Kinder und somit war auch das Haushaltsgeld knapp berechnet. So war es jedenfalls bei meinen Großeltern. Trotzdem wurden alle satt und das war – in der Nachkriegszeit – schon ein Luxus. Naschen bestand aus dem Samstagskuchen und Kürbiskernen. Mehr war nicht drinnen. Als Kind aß ich manchmal heimlich die Kochschokolade.

Gut, aber wie kann man nun Kindern und Teenagern gesundes Essen schmackhaft machen,  ohne lange Gesichter zu bekommen oder gar den Weltuntergang herauf zu beschwören?

Zusätzlich kommt oft immer noch dazu, dass ja jedes Kind / jeder Teenager unterschiedlich ist. Was ich persönlich echt anstrengend finde, und hoffe, die Industrie erfindet hier endlich mal etwas ordentliches. Selbst aufräumende Wohnungen und „Schema F“ Kinder und Jugendliche wären etwas, was uns wirklich helfen würde! Oder was denkt ihr… Das ist natürlich nur ein Scherz – bis auf die selbst aufräumenden Wohnungen.

Gut – lange Rede kurzer Sinn: genug geblödelt. Nun wird es Ernst. Ich habe zwei Experten befragt und möchte euch an diesen Gedankengängen Teil haben lassen. Großkind ist übrigens fast 12 und in der Pubertier-Anfangs-Phase und Kleinkind fast 8 Jahre alt. Also zwei komplett verschiedene Lebensphasen

1 . Frage: Wie könnte dir gesundes Essen besser schmecken:

Großkind: Mit Saucen.

Kleinkind: Wenn ich es koste. Und dann entscheide ich mich.

2. Frage: Was genau schmeckt dir, am Essen.

Großkind: Es darf nicht zu trocken sein. Darum ja auch die Saucen. (Teenager-typisches Augenrollen inklusive)

Kleinkind: Wenn es flüssig ist und bissi süß schmeckt. Also, wenn es so den Hals gut runter rinnt.

3. Frage: Warum glaubst du, musst du Essen?

Großkind: Damit man nicht stirbt und man alle Stoffe bekommt für den Körper. Eisen und so komische Spurendinger für die Knochen.

Kleinkind: Ja, weil ich sonst sterbe und das hilft mir beim Wachsen.

4. Frage: Sind Süßigkeiten auch zum Wachsen?

Großkind: Nein.

Kleinkind: Nein, das ist nur für den Strom (er meint die Energie)

(Anm.: Ja genau – SO habe ich auch gerade geschaut)

5. Frage: Was ist  dein Lieblingstrinken?

Großkind: Am liebsten Wasser und manchmal Orangensaft

Kleinkind: Himbeersaft mit Wasser

6. Frage: Was würdest du von der Regel halten statt Saft, 1-2 Gläser Wasser pro Tag zu trinken? Und sonst Saft oder Tee?

Großkind: Ich trinke sowieso mehr und nur Wasser. (sie lacht.)

Kleinkind: Ich möchte 3 Gläser Wasser trinken. (wir lachen.. er bekommt zwar in Schule, Sport und Abends nur Wasser – aber das ist immer mit Gemecker begleitet, was wir ignorieren)

7. Frage: Wenn eine Mami oder ein Papi ein Essen kocht, was für dich gut und gesund ist, wie müsste es aussehen, dass du es ißt. 

Großkind: Es muss gut riechen.

Kleinkind: Lecker. Rückfrage: Was meinst du? : Nicht wie Matschepampe.

8. Frage: Ißt du lieber rohes oder gekochtes Gemüse und Obst?

Großkind: Roh, weil das viel knackiger ist.

Kleinkind: Roh, weil das frisch und kalt ist.

(Anm.: Sie sind sich EINIG!!! *freudensprung*)

9. Frage: Ist es dir wichtig, wie das Essen auf dem Teller aussieht?

Großkind: Nö, .. – Hauptsache es gibt genug.

Kleinkind: Ich mag es wenn du aus Gemüse Gesichter oder Blumen auf dem Teller machst.

10. Frage: Magst du lieber weiches Essen oder lieber knackiges?

Großkind: knackiges

Kleinkind: knackiges

(Anm.: Noch mal EINIG!)

11. und letzte Frage: Wenn du dir aussuchen könntest, was es in deinem Speiseplan gibt, WAS wären das für Lebensmittel?

Großkind: Grüner Apfel, Palatschinken, Fleisch, Karotte mit Dip (sie meint Topfenaufstrich) , Brot, Fisch im Ganzen und mit Kräutern, Apfelchips,

Kleinkind: Fleisch, Frittaten-Suppe, Karotten, Gurken, Äpfel, Bananen,

Mein Resümee und somit mein Tipp an euch:

Nehmt meinen Fragenkatalog und fragt doch eure Kinder einmal durch. Vielleicht habt ihr auch den einen oder anderen Anstoß für eure zukünftige Menü-Liste. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Antworten zukommen lassen würdet (office@lyty.at) Ich könnte ein Ranking zusammen stellen der Lieblingsrezepte von und für Kinder!!

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Sohnemann beim Fernseh-knabbern

Was ich auch noch wichtig finde zu erwähnen.

Eine Ernährungsumstellung passiert nicht von heute auf morgen. Kinder dürfen niemals das Gefühl bekommen, sie seien schlecht, weil sie sind wie sie sind. Teenager kann man schon etwas mit dem Umdenken locken. Das, dass was sie in sich füllen, ja die Grundsubstanz ist, für ihr weiteres Leben. Schlechte Haut, fettige Haare kommen durch die Hormonumstellung, kann aber verbessert werden, da sehr viel mit Nahrung (Säure-Basen-Haushalt) unterstützt wird. Und das Chips-Fett über kurz oder lang auch ansetzt. Zumal sie mit gewissen Lebensmittel ihre Nägel schön halten, ihre Haare schneller lange wachsen und glänzender bleiben und vor allem die Getränke wahre Konzentrationskiller sind, und sie in der Schule wesentlich besser Infos mitnehmen würden, wenn sie hier ansetzen.

Essen soll außerdem Spaß machen.

Die Großkinder dürfen ruhig selbst kochen. Sich aus dem angebotenen Sortiment eine Mahlzeit ausdenken. Egal was dabei raus kommt. Aber kochen und experimentieren macht Spaß. Und wenn anschließend gemeinsam gegessen wird, und die Kinder sehen, wie gut es anderen Schmeckt, dann ist es das A und O für ihre #Selbstliebe. Das können im Übrigen sowohl Buben als auch Mädchen prima.

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Tochter macht uns spontan eine Jause

Geht es langsam an.

Den geschälten Reis Stück für Stück durch Naturreis ersetzen und auch die Spaghetti zuerst mit hellen Dinkelnudeln tauschen, bevor ihr in die Vollkornschiene geht. Auch hier gilt – es muss nicht immer Vollkorn sein und auch nicht innerhalb von 14 Tagen alles umgestellt, in der Hofnung, alle schreien „juhuu“..
Aber wenn man Weizennudeln als „Naschi“ betrachtet und diese einmal die Woche einplant und sonst gute Beilagen wie Kartoffeln, Gemüse und Co her nimmt, ist das wirklich in Ordnung. Achtet einfach zuhause darauf, dass ihr wenig oder kaum Weizenprodukte nehmt. Industriezucker am besten komplett meidet und die Inhaltstoffe von fertig gekauften Lebensmitteln gut unter die Lupe nehmt. Kennt ihr Kennzeichnungen nicht oder ist für ein relativ simples Produkt die Liste ewig lange, lasst es einfach liegen. Sogar in Obstriegeln steckt oft nur 100-Fach verarbeitetes Zeug drinnen.

Was ich noch sagen will.

Viele Kinder essen im Hort, in der Kantine oder holen sich vom Supermarkt ums Eck schnell eine Extrawurstsemmel (im Idealfall…) mittags.  Dieses Essen ist nicht immer optimal. Aber  – nur eine Mahlzeit macht nicht die komplette Ernährung aus. Umso wichtiger ist es, in seinen eigenen Handlungsraum darauf zu schauen, was man seinem Körper mit gibt.

Ich hoffe, ich konnte euch durch meine zwei Experten und meine Gedanken dazu ein paar wertvolle Tipps mit geben. In nächster Zeit werde ich in mich gehen und euch Praxis-Tipps liefern, wie ihr eure Sturköpfe „rum“ bekommt. Bleibt „in Beziehung“ mit euren Kindern, gebt aber Eckpfeiler vor, schließlich liegt es in der Verantwortung der Eltern/Erziehungspersonen, ihnen die bestmögliche Startbedingung zu geben. Der Körper verzeiht sehr viel und man kann JEDEN Tag umdenken. Es ist niemals „egal“ sein Leben bewusst zu führen.

Wenn ihr Neugierig seid und einen auf euch zugeschnittenen Plan benötigt um ernährungstechnisch für den Anfang nicht ganz auf euch alleine gestellt zu sein, dann ist ein Ernährungstraining mit mir genau das Richtige für euch. Ihr bekommt einen genauen Mahlzeiten-Plan, der auf eure Bedürfnisse und Geschmäcker abgestimmt ist und euch hilft, viel Zeit zu sparen und trotzdem auf gesunde Ernährung zu achten! Ganz nach dem Motto „Keep it simple“. So ein Training hilft euch nicht nur im JETZT sondern begleitet euch für euer restliches Leben. Also könnt ihr nur gewinnen.

Schickt mir gerne eine Nachricht oder Email!

Alles Liebe,

NiNa

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5 Kommentare

  1. Zum Glück isst mein Pubertier alles bis auf wenige Ausnahmen. Pilze zählen dazu – aber damit kann ich leben. Meine Erfahrung ist: bei uns wird immer frisch und ausgewogen gekocht. Das mögen nur die Kinder nicht, bei denen zu Hause nur Fast Food, Dosenfutter oder Convenience Produkte auf den Tisch kommen… leider werden das immer mehr. Dabei kann man frisch und gesund auch ohne großen Aufwand kochen…

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    1. Genau! Deshalb steuern wir hier ganz klar dagegen und geben alltagstauliche Tipps gegen Tiefkühlkost (Pizza und Co) und Dosenfutter 🙂 Auf unserer Instagram-Seite und auf FB nehmen wir euch durch unseren Alltag mit. Auch als berufstätige Mutter kann man kochen 🙂 (wenn man will 😬) LG Nina

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