Fleißiges Lieschen? Faule Frieda?

Hallo ihr Lieben!

Wie ist das nun.. In den letzten zwei Blogbeiträgen habe ich euch das Flyladysystem vorgestellt. Ich verlinke Sie euch am Ende des Beitrags noch einmal.

Einfache Gedankengänge sind es, die das System im Grunde zusammen fassen:

  • Tue es gleich!
  • Kümmere dich um dein Zuhause, als wärst du darin GAST.
  • Kleine kurze Erfolge sind wertvoll.
  • Gut geplant ist halb gewonnen!
  • Freue dich täglich über deine Teilerfolge.
  • Kümmere dich anschließend IMMER um dich selbst.
  • Streiche den Märtyrer Gedanken aus deinem denken.
  • Konzentriere dich auf diese eine Sache, sei schnell und effizient.

Aber was ist mit der Motiviation dahinter? In dem Buch wird die „faule Frieda“ immer abwertend beschrieben. Aber ganz ehrlich? Ich habe das System begonnen UM endlich zwei Tage am STÜCK richtig FAUL sein zu können. Tägliche Dinge wie Kochen, Geschirrspüler aus- und einräumen, Wäsche wegräumen bleiben mir nie erspart und ich denke so geht es jedem Elternteil von noch recht kleinen Kindern.

Aber meine Motivation ist “ Ich will eine faule Frieda sein!“

Und das unglaubliche an diesem System – es funktioniert. Noch in den Weihnachtsferien habe ich die Küche komplett ausgeräumt und dachte „Ach, in einem Tag bin ich fertig!“ .. Nach 3,5 Tagen war nicht nur die Küche fertig, sondern auch ich. Meine Arme, mein Rücken, meine Beine, meine Füße vom Leiter hoch und runter klettern,… alles tat weh!!! Verrückt!

Hier war der Punkt an dem ich mir geschworen habe:“ NEIN! Mach ich nicht mehr!“

Natürlich ist es ein schönes Gefühl, wenn dann alles perfekt ist. Natürlich bin ich froh, wenn dann wieder alles sauber ist. Unrat entsorgt wurde und alles hygienisch ist. Aber ich habe auch Hemmungen danach alles zu verwenden. Kennt ihr das? ( Oh Gott, bitte kennt das noch jemand? Ich will nicht alleine schrullig sein!!)

Man hat etwas schön gemacht. Schön her gerichtet und danach will ich es nicht mehr verwenden. Einen Tag später stört mich ein Staubkorn und ich wische ständig nach. Sieben Tage später putze ich noch einmal durch, danach ist es vorbei. Ich denke nicht mehr daran. Ich habe andere Dinge zu tun oder bin dann auch ausgebrannt. Es ist anstrengend, mich ständig dazu zu animieren diesen Fleck zu säubern.. Schließlich wohnt man nicht alleine. Da sind ja noch die anderen Familienmitglieder.. Und die haben überhaupt kein Verständnis für diesen Ordnungswahn. Also beginnt man zu käppeln, ruft jeden immer wieder zum Rapport um kleinste Fuzziflecken zu entfernen — tja – bis zum Nächsten die sie welch Überraschung – „oh entschuldige – vergessen“ haben..

Saublöd und „NEIN! Da mach ich nicht mehr mit!“

Ich werde auch nicht Jünger habe ich mir gesagt. Ein Plan muss her. Etwas, was mich kontinuierlich beschäftigt. Etwas was in meine Routein hinein passt. Etwas, was ich gerne tue, für mich, für uns UND etwas, was nicht auch noch Konflikte herauf beschwört.

Und da war es – das Zauberwort: ROUTINE!

Alles was Routine ist machst du automatisch. Das ist dann wie Zähne putzen. Das machst du einfach. Nach dem aufstehen, vor dem Schlafen gehen. Ganz normal.

Also habe ich diese so sehr von mir verächtlich beäugte Morgen-, Nachmittags- und Abendroutine einmal aufgeschrieben. Was mache ich eigentlich wann? Wie kann ich die Abläufe verbessern um nicht 5 vor 7 Uhr noch im Pyjama da zu stehen, weil ich mich einfach immer wieder in Sachen verzettel, ständig Abläufe neu erfinde, Dinge vergesse oder noch schnell IRGENDWAS machen muss, was mich gerade so brennend interessiert. (So eine FLOW-Zeitung darf nicht frei herum liegen. Gerade in der Früh ist das für mich „Augenurlaub“…)

Das Erste, was auf meine Flylady-Routine-Liste kam ist die abendliche Reinigung der Küchenabwasch bis sie glänzt. Das macht in der Früh schon gute Laune nach dem Aufstehen!

Angetrieben durch dieses schöne Bild, rutschte in meine Morgenroutine auf einmal das Klo säubern. Ich habe die Zeit gestoppt – ich brauche 3 Minuten dafür inkl Handwaschbecken und Spiegel. Das ist keine echte Zeit und wir gehen täglich auf ein hygienisches stilles Örtchen und ich muss einfach nicht mehr darüber den restlichen Tag nachdenken. Mein Halbschlaf erledigt das von selbst.

Und auch weitere Routinen kamen dazu. Wie zum Beispiel :

  • Kleidung abends vorbereiten für die Kinder und mich (3-5 Minuten)
  • Badezimmer abends reinigen, sprich Oberflächen mit einem Tuch schnell abstauben, Waschtisch trockenwischen  (3 Minuten)
  • Betten machen morgens (7 Minuten – alle Betten)
  • Nachmittags 15-20 Minuten in einer Zone etwas erledigten
  • Tagesroutinen die sich nach meinem Wochenplan richten . Montags: 45 Minuten „Homeblessing“, Dienstag: 15 Minuten Kühlschrank/Vorratsschrank durchschauen für den Essensplan, gleich aussortieren UND Einkaufsliste schreiben, Mittwoch: Einkaufen, Donnerstag: 15 Minuten Pflanzen: Blätter abstauben, gießen, Freitag: 15 Minuten Betten überziehen (abwechselnd SZ und KiZi)

Dennoch habe ich MEHR Zeit gewonnen. Weil ich alles so schnell wie möglich mache und das fokussiert. Ich kenne meinen nächsten Schritt und wische auch nicht 10 Mal das Waschbecken aus, sondern habe meine Routine so verändert, dass ich weiß -“ Jetzt brauche ich das Waschbecken sicher nicht mehr und verlasse das Badezimmer“ .

Alle meine „ToDo´s“ mache ich mit einem Timer. Sobald er surrt, erledige ich die begonnene Arbeit noch, räume anschließend alles wieder weg und freue mich, etwas erledigt zu haben. Komme ich eine Woche nicht dazu, ist es nicht schlimm – schließlich wiederholt sich die Arbeit wieder. Das wieder gibt mir Sicherheit.

Eine Überraschung hielt das ganze auch bereit. Mann (gut, der hilft mir sowieso immer gerne) und auch Kinder haben gewisse Ordnungsbereitschaft, was zumindest die gemeinsamen Räume betrifft.

PLUS – und das war meine Motivation : Ich habe Samstag UND Sonntag Zeit für die Familie, mich Freunden oder Dingen zu widmen, die ich schon gaaanz lange tun wollte, aber immer wieder mit Hausarbeit belegt hatte. Letzte Woche haben wir spontan eine Jalousie ummontiert.

Ich glaube jeder braucht gewisse Routine an die er sich halten kann. Man fühlt sich bodenständig und auch wenn etwas Ungeplantes passiert, man hat seine Routine an der man sich festhalten kann. An die man zurückkehren kann, jederzeit.

Meine ersten Gedanken dazu findet ihr hier: .. kurz nach Jahresende .. oder .. Wie bekomme ich mein Zuhause ohne viel Aufwand dauerhaft schnell sauber?

Weiter die Erklärung was Flylady eigentlich ist: Bye Bye Chaos!

Ich bin neugierig, was ihr von diesem System hält und freue mich, wenn Ihr mir ein Kommentar da lässt. Hier, oder auf Istagram, Facebook oder als EMail/PN.

Alles Liebe,

NiNa

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3 Kommentare

  1. Die Abendroutine handhabe ich ähnlich wie du – bevor ich ins Bett gehe, ist die Küche dran. Allerdings ohne Timer, sondern bis alle Arbeitsflächen leer und sauber sind. Je nach Chaos, das ich beim Kochen angerichtet habe, dauert das einfach unterschiedlich lang. Die unter der Woche verteilten Tasks sind aber eine super Sache, das versuche ich mal einzuführen!

    Liebe Grüße ♥

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    1. Hallo Jana! Danke für deinen Kommentar! Ich bemühe mich ja, schon während dem Kochen so gut wie möglich „Ordnung“ zu halten um anschließend nur mehr die Teller in den (noch leeren) Geschirrspüler zu räumen. Die täglichen Tasks schiebe ich auch noch hin und her, bis ich den perfekten Ablauf in meiner Routine gefunden habe 🙂
      Ich bin ja noch ein Flybaby *gg*
      Liebe Grüße, Nina

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